WEIHNACHTEN – BRINGT UNS IN BERÜHRUNG MIT DEM KIND IN UNS –

Wie Anselm Grün schreibt: „Ein Kind bringt uns in Berührung mit dem Kind in uns. Wir spüren das Unverbrauchte und Unverfälschte im Kind. Es ist noch nicht angepasst an unsere Erwartungen. Es lebt aus sich heraus, auch wenn es angewiesen ist auf unsere Zuwendung und Liebe. Wenn ich im Urlaub daheim bei meinen Geschwistern war, habe ich immer gerne ihre kleinen Kinder in den Arm genommen: fasziniert von dem kleinen Kind, das einfach in sich ruht, das dankbar jedes Lächeln erwidert. Indem ich das Kind in meine Arme nehme, komme ich in Berührung mit dem Kind in mir. Ich fühle auf einmal die Zärtlichkeit, die in mir ist, das Leichte und das Freie des Kindes. Und ich bestaune dieses einmalige und einzigartige Kind, das keinem anderen völlig gleicht, das schon mit einem Jahr seine eigene Personalität ausstrahlt. Bitte Gott, dass er dieses Kind in dir stärke und dir Anteil schenkt an der Quelle der Lebendigkeit, die er diesem Kind schon bei der Geburt mitgegeben hat.“

An Weihnachten werden Träume wahr. Uralte Hoffnungen und Sehnsüchte der Menschheit werden erfüllt. Der Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit, nach Liebe und Geborgenheit wird Wirklichkeit.
Jesus Christus zeigt uns den Weg des Friedens und der Gerechtigkeit, er schenkt uns Liebe und Geborgenheit. Das feiern wir an Weihnachten, die einen mehr, die anderen weniger.
Sein Weg, unser weg mit ihm, beginnt heute im Verborgenen, in der Stille unseres Lebens, in der dunklen Nacht und darf noch wachsen. Wir müssen ihm nur nachfolgen, nicht mehr und nicht weniger.
In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.
Ihr Pfr. Charles Onuegbu

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